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Das Kunstwerk ist ein Block von Empfindungen. In der Kunst ist es so: man schreibt, man malt, man bildhauert, man komponiert Empfindungen.
Die Kunstwerke bestehen aus nichts anderes als Empfindungen, und zwar muss man das so verstehen, dass die Kunstwerke die einzigen Instanzen sind, in denen Empfindungen ein selbständiges und auch dauerhaftes sein haben, ein sinnliches sein.
Das ist natürlich eine ziemlich riskante Aussage, da müsste eine menge erklärt werden, denn normalerweise sehen wir die Sache ja ganz anders: dass die Empfindung etwas sehr flüchtiges ist, eine bloße Zustandsänderung in uns selbst, alles andere als objektiv und schon gar nicht dauerhaft.
Ist das überhaupt eine mögliche Auffassung der Kunst?
Wie kommt die Empfindung auf die Leinwand?
Beim malen bin ich in einem Lebenszustand, gemischt aus Perzeptionen und Affektionen.
Die Leinwand, in ihrem schließlichen Endzustand, ist ein physisches Objekt, das Ursache für die Perzeptionen und Affektionen anderer Leute sein kann.
Es ist genau genommen nicht die gelebte Affektion, die als solche auf die Leinwand kommt, sondern ein Affekt; und er kommt genau genommen nicht auf die Leinwand - dort sind ja nur Farben etc. -, obwohl er die Leinwand in einer signifikanten weise braucht, um auf seine eigene art zu existieren.
Als Schlussgedanke, folgendes Zitat:
Obgleich die Kunst unzertrennlich und eins ist und beide, Phantasie und Empfindung, zu ihrer Hervorbringung tätig sein müssen, so gibt es doch Kunstwerke der Phantasie und Kunstwerke der Empfindung, je nachdem sie sich einem dieser beiden ästhetischen Pole vorzugsweise nähern.
Friedrich von Schiller
deutscher Schriftsteller (1759 - 1805)
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